Von der Betriebsstunde zur automatischen Wartungsterminierung
Fallstudie MetLi: Metropol Liegenschaften GmbH
MetLi wartet als FM-Dienstleister eine gemischte Flotte. Nicht jedes Objekt folgt dem Kalender — für einige Objektklassen ist die reale Nutzung der richtige Auslöser für Wartungstermine:
Wartung alle 1.000 Betriebsstunden (verschleißorientiert).
Inspektion nach Laufleistung (km-Stand).
Prüfung alle 2 Jahre (gesetzliche Frist).
Verbrauchserfassung pro Abrechnungsperiode.
Heutiges Datum: System Go-Live bei MetLi.
Realität: Aufzug A-11 ist im Vorläufersystem bei 14.500 Bh dokumentiert, Jahreslaufleistung ca. 2.000 Bh.
Aufgabe:
Wie legen Sie den Zähler an, damit die Terminierung im Wartungsplan (Zyklus 1.000 Bh) sofort korrekt rechnet — ohne die Historie zu fälschen?
Ordnen Sie zu: Welches Objekt braucht welche Zählerart — und welches gar keinen Zähler? Wählen Sie in der Mittelspalte die passende Zählerart:
Hilfestellung: SAP unterscheidet Absolutzähler (kumulierter Gesamtstand, z.B. Bh, km) und Fließzähler (Verbrauch pro Periode, z.B. m³/Monat).
Bringen Sie die drei Stammdaten-Schritte in die richtige Reihenfolge — vom Merkmal bis zum ersten Messbeleg (Klick auf einen gesetzten Schritt holt ihn zurück):
Was passiert mit der Terminierung, wenn die Techniker drei Monate lang keinen Messbeleg erfassen?
Warum ist der Messbeleg — und nicht der Wartungsplan — der eigentliche Auslöser der Neuberechnung?
Diskussion: RLT-Filter — Zeitzyklus oder Zähler (Differenzdruck)? Was wäre der bessere Trigger für MetLi?
Musterantworten:
Aufgabe A: Aufzug = Absolutzähler (Betriebsstunden, kumuliert) · Service-Fahrzeug = Absolutzähler (km) · Feuerlöscher = kein Zähler — Zeitzyklus nach gesetzlicher Frist · Wasseruhr = Fließzähler (Verbrauch m³ pro Abrechnungsperiode).
Aufgabe B (Reihenfolge): 1. Merkmal (CT04) → 2. Zähler/Messpunkt (IK01, Kategorie "Zähler") → 3. Messbeleg (IK11). Ein Zähler ist ein Messpunkt der Kategorie "Zähler" und wird in einem Schritt mit IK01 angelegt (nicht in zwei getrennten Objekten) — erst der Messbeleg triggert die Neuberechnung des leistungsabhängigen Wartungsplans.
Migration: Zähler mit dem realen Stand 14.500 Bh anlegen (Startstand im Zähler, Messdatum = Go-Live-Termin) und den Wartungsplan per Start im laufenden Zyklus (IP10) terminieren. So rechnet das System von der echten Laufleistung weiter, statt fälschlich bei 0 zu beginnen.
"Ohne Messbeleg keine Neuberechnung — leistungsabhängige Terminierung lebt von der Datenqualität der Techniker. Der Zähler ist der Sensor, der Wartungsplan ist der Konsument."